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Wie heize ich diesen Winter möglichst umweltfreundlich?

Es ist soweit, der (lange) Sommer hat sich in weiten Teilen Deutschlands in einen (nass-)kalten Herbst verwandelt (brrrr, aber es ist eine gute Nachricht, dass die Temperaturen endlich der Jahreszeit entsprechen!).

Aber all das bedeutet auch, dass viele anfangen, sich den Hintern abzufrieren, und dass es bei vielen Zeit wird, die Heizung wieder einzuschalten! Wir haben hier ein paar Tipps zusammengestellt, wie du das auf umweltfreundliche Weise tun kannst. Pluspunkt: Damit sparst du auch Geld!

Wie hoch ist der Anteil der Energiekosten fürs Heizen?
  • 33%
  • 66%
  • 99%

Energiespartipp Nr. 1: Temperatur regulieren

An der Heizung

Für manche ist es mega einfach, weil in ihrem Heizsystem schon ein Thermostat vorhanden ist, andere müssten es noch einbauen oder die Heizmethode ändern.

Am besten ist es, die Temperatur je nach Tageszeit zu regulieren, sie aber bei durchschnittlich 19°C zu halten. Im Detail sieht das so aus:

  • In einem Wohnraum (z. B. Wohnzimmer oder Büro): Wenn sich jemand darin aufhält: 20-21°C, wenn sich niemand darin aufhält: 16-17°C.

  • Im Schlafzimmer: Wenn sich niemand darin aufhält und nachts: 17°C.

  • Im Badezimmer: Wenn du es benutzt: 22°C, in der übrigen Zeit: 16 bis 17°C.

  • Für die restlichen Räume, die nicht regelmäßig genutzt werden (z. B. Flure, Gästezimmer): 16 bis 17°C reichen aus!
Die Temperatur um 1°C bis 2°C zu senken, bedeutet...
  • 2 bis 5% Heizkosten zu sparen
  • 5 bis 8% Heizkosten zu sparen
  • 8 bis 16% Heizkosten zu sparen

Diese Temperatur zu halten und Energie zu sparen bedeutet nicht, dass du deine Wohnung nicht mehr lüften darfst: Du solltest täglich 10 Minuten lüften, um Luftfeuchtigkeit (die die Erwärmung der Luft hemmt) und verbrauchte Raumluft herauszulassen!

Über den Warmwasserboiler

Du musst dein Wasser nicht auf über 50-55 °C erhitzen! Du kannst also deinen Warmwasserspeicher auf diese Temperatur einstellen.

Und als Bonus kannst du den Warmwasserspeicher auch mit einem Isoliermantel umgeben → das sorgt dafür, dass er nicht so schnell abkühlt.

Energiespartipp Nr. 2: Isolierung

Isolieren ist eine der wichtigsten nachhaltigen Lösungen, um energieeffizienter zu werden.

Es ist jedoch oft gar nicht so einfach, sein Zuhause richtig zu isolieren, da es nicht gerade schnell gemacht ist, Geld kostet und der Handlungsspielraum in Mietverhältnissen oft eingeschränkt ist.

→ Es gibt aber einige nützliche, schnelle und erschwingliche Tricks (ja, auch wenn du deine vier Wände nicht selbst besitzt):

  • Isolierplatten an den Wänden anbringen: z.B. aus Kork, da es ein isolierendes Material ist (und du kannst darauf ganz viel anpinnen!).

  • Isolierfolien an den Fenstern anbringen: Bei Fenstern mit Einfachverglasung z. B. kann das effektiv sein!

  • Teppiche auf den Boden legen: Das ist keine richtige Isolierung des Hauses, aber es isoliert zumindest deine Füße von der kalten Oberfläche des Bodens hehe.

Energiespartipp Nr. 3: Die Heizkörper richtig einstellen

Das Wichtigste ist, seinen Heizkörper gewissermaßen "atmen" zu lassen: keine Möbel oder Vorhänge davor, keine Wäsche darauf und ihn gut abstauben, damit sich die Wärme optimal verteilen kann.

Dann noch ein Bonustipp, der direkt von Nel, einer Architektin, die ihre Tipps auf Twitter verbreitet, stammt: "Eine reflektierende Platte (z. B. aus Alu) zwischen Heizkörper und Wand anbringen", damit die Wärme nicht in die schlecht isolierte Wand geht, sondern nach innen abgestrahlt wird.

Energiespartipp Nr. 4: Fensterläden etc.

Die Fensterläden und Vorhänge (vor allem wenn es wärmeisolierende Vorhänge sind) zu schließen, wenn es dunkel wird, kann dabei helfen, die Wärme im Haus zu halten.

Wer die Fensterläden schließt, hat bis zu...
  • 20% weniger Wärmeverlust
  • 40% weniger Wärmeverlust
  • 60% weniger Wärmeverlust

Energiespartipp Nr. 5: Keine Zugluft mehr!

Einige Tricks, die du überprüfen solltest, um zu verhindern, dass die Kälte heimlich durch unbeachtete Schlitze und Löcher kommt:

  • Türschwellen: Wenn die Türen, die nach außen führen (oder zu einer Garage usw.), kalte Luft durchlassen, kannst du dir eine Türschwelle bauen oder kaufen: wie ein Kissen, das du auf dem Boden gegen die Tür legst, um den Luftzug zu stoppen.

  • Kamine: Wenn du einen Kamin hast, denke daran, die Klappe zu schließen, wenn du ihn nicht benutzt!

  • Dichtheit von Türen und Fenstern: Du kannst auch überprüfen, ob die Dichtungen um deine Türen und Fenster herum richtig sitzen und wirksam sind, und sie gegebenenfalls erneuern oder neue hinzufügen.

Energiespartipp Nr. 6: Warm anziehen!

Den ganzen Tag im Schlafanzug herumzulaufen ist zwar bequem, aber nicht unbedingt das wärmste Kleidungsstück. Zögere also nicht, Pullover, lange dicke Socken und Hausschuhe herauszuholen, anstatt den Heizkörper aufzudrehen (du kannst der Kälte auch mit Thermounterwäsche trotzen).

Und natürlich gibt es noch ein paar andere Tricks, die dir helfen können, warm zu bleiben:

  • Kuschelige Decken (nichts ist besser, als auf dem Sofa vor Netflix zusammenzubrechen).

  • Wärmflaschen (wenn du keine hast, tut es auch eine mit heißem Wasser gefüllte und in ein Geschirrtuch gewickelte Flasche).

  • Heiße Getränke (Kräutertee for the win)
Wirst du diese Tipps umsetzen?
  • Ja, alles notiert
  • Puh, ich hab anderes zu tun
  • Schon erledigt!
Wie werde ich vegan? - Die Antworten zu euren Fragen!

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👀 Quellen

ADEME
ONPE
Négawatt
@archiptere auf Twitter, Architekt:in

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Esther Meunier
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