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Mensch mit Weltkugel als Kopf spricht in Mikro
2 min

COP26: Was geht bei der Weltklimakonferenz?

Gestern hat im schottischen Glasgow die Weltklimakonferenz COP 26 begonnen – die Convention on Climate Change, 26th Conference of the Parties. Rund 200 Länder mit insgesamt 25000 Personen nehmen daran teil, 120 Staats- und Regierungschef:innen sind mit Appellen und Versprechen in die Diskussionen über mehr Klimaschutz gestartet.

Wir alle wissen: die Zeit drängt, oder, wie der britische Premierminister Boris Johnson sagt “Es ist eine Minute vor Zwölf”. Schließlich geht es hier um unser aller Lebensraum und damit auch um unsere Zukunft.

Was glaubt ihr – werden die Staaten nach der COP26 was ändern?
  • Ja, das will ich zumindest hoffen!
  • Wohl kaum!

Wie die Klimaaktivistinnen Greta Thunberg, Vanessa Nakate, Mitzi Tan und Dominika Lassota das sehen, haben sie in einem offenen Brief an die Regierenden verfasst: Die haben ihrer Meinung nach in der Reduzierung der CO2-Emissionen versagt und außerdem die junge Generation verraten, weil sie ihre Versprechen nicht einhalten.

Und siehe da: weltweit teilen die Menschen diese Meinung. Mehr als eine Million Unterzeichner:innen sind ihnen online gefolgt, darunter u.a. auch Billie Eilish, Leonardo di Caprio, der Pianist Igor Levit, Greenpeace und PETA – wenn diese Unterschriften sprechen könnten, wäre es ganz schön laut in Glasgow!

Ein Etappenziel gibt es bereits: Mehr als 100 Länder – darunter auch Deutschland – haben sich verpflichtet, die weltweite Waldabholzung zu stoppen. Die ist nämlich dramatisch: Jede Minute geht weltweit eine Fläche von etwa 27 Fußballfeldern verloren.

Nach Angaben des World Ressource Institute sind so 2020 rund 258.000 Quadratkilometer Wald verschwunden! Um die Abholzung zu stoppen sollen bis 2025 nun knapp 10,3 Milliarden Euro an öffentlichen Geldern mobilisiert werden. Hinzu kommen 6,2 Milliarden Euro von privaten Inverstor:innen. Mit dabei sind die Staaten mit den größten Wäldern überhaupt, also Kanada, Russland, Brasilien, Kolumbien, Indonesien, China, Norwegen und die Demokratische Republik Kongo.

Wie groß ist die Waldfläche, die 2020 abgeholzt wurde?
  • So groß wie das Saarland
  • So groß wie Großbritannien
  • So groß wie Jamaika

Bislang sind diese Pläne jedoch noch Theorie. Die Idee, die Entwaldung zu stoppen, ist nämlich nicht neu: Bereits 2014 hatten sich die Länder beim Klimatreffen in New York verpflichtet, die Abholzung bis 2020 zu halbieren und bis 2030 ganz zu stoppen. Und trotzdem geht sie bisher weiter.

Bundeskanzlerin Merkel hat außerdem noch eine weltweite CO2-Bepreisung als einen Lösungsweg gegen den Klimawandel vorgeschlagen, worübr jetzt beraten wird. Und sie hat nochmal betont, dass bei den Entscheidungen die Industrieländer eine besondere Verantwortung haben. Schließlich haben sie mehr finanzielle Mittel und gleichzeitig den größeren ökologischen Fußabdruck. Deshalb wolle Deutschland seinen Beitrag leisten und bis 2030 insgesamt 65 Prozent der Emissionen einsparen (im Vergleich zu 1990). Bis 2045 will die Bundesrepublik klimaneutral sein.

Wie sich die Staats- und Regierungschef:innen nach der COP einigen, wird sich aber noch zeigen.

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👀 Quellen

UK COP26
WDR Cosmo
Tagesschau
Sky News

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Rachel Patt
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.