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Ein Smartphone liegt in einer Wagschale. Auf dem Smartphone ist das Bild eines Fußabdrucks udn die Aufschrift: CO2
2 min

10 Tipps, um deinen digitalen Fußabdruck zu verkleinern

Auf welchem Gerät besuchst du NOWU?
  • Handy
  • Laptop/PC
  • Tablet

2 Milliarden Smartphones
1 Milliarde Laptops
5 bis 7 Milliarden Verbindungsgeräte

Anzahl der digitalen Geräte auf der > Anzahl der Menschen auf dem Planeten

Aber! → 4% der weltweiten Treibhausgasemissionen sind auf die Digitalisierung zurückzuführen! Und diese Zahl könnte sich bis 2025 verdoppeln...

Das bedeutet aber nicht gleich, dass du dich von deinem Laptop verabschieden musst. Ein umweltbewusster Umgang mit den digitalen Netzwerken und ein erster Schritt in Richtung weniger Bildschirmzeit ist auf viele Arten möglich! Wir zeigen dir 10 davon.

Nr. 1: Neu kaufen → Gebraucht kaufen

Für die Umwelt ist es nicht gerade toll, ein neues Smartphone zu kaufen → Die Materialbeschaffung für die Herstellung (Batterien, Akku, Mikrochips...) ist extrem belastend für den Boden → Bevor das Smartphone in deiner Tasche landet, legt es auf Schiffen und Flugzeugen ungefähr die gleiche Strecke zurück, wie wenn es 4 mal um die Welt reist n würde = riesiger Co2-Fußabdruck.

Der Kauf von gebrauchten Handys bremst die Produktion neuer Geräte und damit auch die Umweltbelastung.

Nr. 2: Es gibt noch andere Alternativen zum Neukauf

Zum Beispiel komplett überholte Geräte, die bereits benutzt, aber von Profis wieder auf Vordermann gebracht wurden. Es gibt sogar Websites, die sich darauf spezialisieren!

Eine andere Option ist, einen Laptop oder ein Handy bei großen Elektrogeschäften zu mieten.

Generalüberholt + gemietet = gleicher Gewinn wie bei Gebrauchtgeräten → Weniger neu produzierte Geräte und weniger Umweltverschmutzung

Nr. 3: Einige Geräte sind sogar als eco-friendly zertifiziert

Wenn du dich für den Kauf eines neuen Geräts entscheidest, kannst du überprüfen, ob es mit einem Umweltsiegel versehen ist (EPEAT und TCO Certified). Das ist die Garantie für eine weniger umweltschädliche Produktion und umweltfreundlichere Geräte. Auch der Blaue Engel, ein deutsches Umweltzeichen, gibt dir einen Hinweis auf die Nachhaltigkeit deines Gerätes.

Nr. 4: Auch kaputte Geräte haben das Recht auf ein zweites Leben

Es ist soweit: Nach jahrelangem treuen Dienst hat dein geliebtes Handy den Geist aufgegeben. Wirf es auf keinen Fall gleich weg! Es kann noch verwendet werden.

Du kannst es auch…
… generalüberholen und an einen Elektrofachhandel geben.
… beim Wertstoffhof fachgerecht entsorgen, wenn es wirklich kaputt ist.

→ Wird das Handy richtig recycelt, dann wird vermieden, dass toxische Substanzen in der Umwelt und in unseren Körpern landen.

Wie viele Smartphones liegen weltweit in unseren Schubladen herum?
  • Zwischen 10 und 12 Millionen
  • Zwischen 33 und 46 Millionen
  • Zwischen 55 und 113 Millionen

Nr. 5: Es ist wichtig, gut mit seinen Sachen umzugehen

Wie du die Lebenserwartung deiner Geräte verlängerst und so seltener neue kaufen musst:

  • Ein überhitztes Handy kann die Prozessoren beschädigen, daher solltest du es erst benutzen, wenn es wieder abgekühlt ist (etwa, wenn es in der prallen Sonne lag)

  • Malware schadet deinem Computer genauso wie ein Sturz aus dem 5. Stock → Ein gutes Antivirenprogramm ist

  • Vermeide es, deine Geräte die ganze Nacht über zuladen, das ist schlecht für die Batterien und nicht sehr umweltfreundlich

Nr. 6: Sich richtig mit dem Internet verbinden

Um Daten zu sparen und Umweltverschmutzung zu vermeiden, solltest du lieber WLAN als 4G benutzen → Denn es verbraucht 23x mehr als eine normale Verbindung.

→ Du kannst deinen Router auch ausstecken, wenn du ihn gerade nicht nutzt. (Da bietet sich eine Steckdosenleiste mit Schalter an, die alle deine Geräte gleichzeitig ein- und ausschaltet.)

Ein Router verbraucht 150 - 300 kWh/Jahr, das ist so viel wie...
  • ein Auto
  • ein Kühlschrank
  • ein Geschirrspüler

Nr. 7: Auch Batterien müssen sich mal ausruhen

Wie du deinem Handy ein möglich langes Leben ermöglichst und nicht unnötig Daten verbrauchst:

  • Den Energiesparmodus aktivieren

  • WLAN, GPS und 4G deaktivieren, wenn du es nicht brauchst, genauso Benachrichtigungen und Bluetooth (Achtung falls du die Corona-Warn-App nutzt: diese benötigt bei vielen Smartphones ein eingeschaltetes Bluetooth)

  • Du kannst auch den Flugmodus aktivieren. → Dieser deaktiviert alle deine Verbindungen!

Nr. 8: Sinnvoll und lokal speichern

Um Platz auf einem Gerät zu sparen, speichern einige ihre Daten (Fotos, Videos…) in der Cloud → In dem Fall solltest dich für eine einzige entscheiden, um unnötige Kopien zu vermeiden (das reduziert das Hin- und Her zwischen den Servern und entlastet die Rechenzentren!) → All diese Maschinen brauchen Strom um zu funktionieren, also je weniger sie gefordert sind → Umso mehr Energie sparst du ein! Es gibt auch Speicherplattformen, die 100% lokal und umweltfreundlich sind!

Nr. 9: Optimiere deine Mails

Wenn du auf den "Senden"-Button klickst, wird einiges an Netzverbindung und Computerserver genutzt und damit viel Strom verbraucht!

Deshalb:

  • Bereinige deine 1.000 Jahre alten Verteilerlisten und melde dich von Newslettern ab, die du nicht mehr liest.

  • Komprimiere die Größe deiner Anhänge (aka .zip)

  • Noch besser: Nutze Websites zur vorübergehenden Ablage wie WeTransfer, Smash oder Nori Share.

Alle weltweit ausgetauschten Mails = 410 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Etwas weniger als die Hälfte von dem, was der weltweite Flugverkehr 2017 produzierte.

Nr. 10: Umweltfreundlich Surfen!

Es gibt viele Möglichkeiten, das Internet umweltfreundlich zu nutzen:

  • Wenn du eine Suche durchführst, kannst du die Adresse der Website (wenn du sie kennst) direkt in die Navigationsleiste eingeben = du beanspruchst die Suchmaschinen weniger und brauchst so weniger Strom.

  • Du kannst die Schlüsselwörter möglichst genau eingeben oder die erweiterte Suche verwenden.

  • Noch ein letzter Tipp: Schließe die Tabs, die du nicht mehr besuchst und lösche regelmäßig deine Cookies + deinen Browserverlauf.

Um den Umfang einer Google-Suche besser zu begreifen: Eine einzige verursacht 7g CO2-Ausstoß. Multipliziert man dies mit 200 Millionen (dem täglichen Minimum an Suchen) für ein Jahr, erhält man ca. die gleichen CO2-Emissionen wie Länder der Größe von Laos 🤯

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😎 Du willst noch mehr wissen?

→ Der “Reparierbarkeits”-Index: Das ist eine Bewertung von 1-10, die du auf Produkten wie Smartphones, Laptops und Fernsehern finden kannst. Je höher die Note, desto leichter lässt sich das Gerät bei einem Defekt reparieren.

→ Seit dem 1. Januar 2022 müssen alle Rechnungen von Mobilfunkbetreibern und Internetanbietern ihren Kunden die Menge an CO2 anzeigen, die durch ihre digitalen Aktivitäten (Streaming, E-Mails, Downloads...) ausgestoßen wird.

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👀 Quellen

ADEME
WWF

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Nicolas Quénard
The Lizard King