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Eine Fledermaus
3 min

Fledermäuse - Sie sind (besonders) bedroht

Fledermäuse werden bis zu
  • 5 Jahre alt
  • 12 Jahre alt
  • 20 Jahre alt
Fledermäuse sind schon lange auf der Erde. Sie existieren bereits
  • circa 20 Millionen Jahre
  • circa 50 Millionen Jahre
  • circa 80 Millionen Jahre
Mit diesen Tieren sind sie nah verwandt:
  • Kühe, Delphine und Hunde
  • Hasen, Kühe und Meerschweinchen
  • Delphine, Meerschweinchen und Frösche
Fledermäuse saugen Blut!
  • Wahr
  • Falsch

Aufgepasst: Es ist Fledermaus-Zeit! Nicht nur, weil in wenigen Wochen Halloween ist, sondern auch biologisch. Im Oktober sind die Flugtiere auf der Suche nach Partner*innen, aber vor allem nach Futter und geschützten Orten, um den Winter zu überstehen. Das ist besonders im Oktober für die Tiere das A und O.

Sie werden immer seltener

In Deutschland gibt es schätzungsweise 25 verschiedene heimische Fledermausarten. Weltweit bis zu 1000. Die wenigen Arten, die tatsächlich Blut saugen, kommen in Mittelamerika vor und tun das hauptsächlich bei Vögeln. Forschungen zeigen auch, dass die Ur-Fledermaus vermutlich ein Hybrid aus Kuh und Hund war. Der genaue evolutionäre Ursprung der Fledermaus ist aber nicht geklärt.

Klar ist: Fledermäuse sind nachtaktiv. Die Ruhephasen am Tag sind für die Tiere sehr wichtig. Deshalb sehen wir sie nicht so oft. Aber das hat vor allem auch andere Gründe:

Durch die radikale Forst- und Landwirtschaft verlieren die Tiere ihren Lebensraum und wichtige Nahrungsquellen. Auch der Einsatz von Insektiziden und Monokulturen machen es den Nachttieren schwer. Gleichzeitig ist auch die Klimakrise eine ernste Bedrohung für die Fledermäuse. Sie werden immer seltener.

Dabei spielen Fledermäuse in unserem europäischen Ökosystem eine zentrale Rolle. Sie futtern nämlich pro Nacht bis zu 4000 Insekten (wie z.B. Stechmücken und Schädlinge). Und das ist wichtig für die ökologische Balance in den Wäldern und in der Landwirtschaft.

Wir können Fledermäusen aber auch ganz einfach helfen und sie sogar zu unseren Nachbarn machen. Wie? Mit einem DIY Fledermaus Nachtquartier.

Ich möchte helfen - Nachtquartier: Wie, wo, was?!

Los geht’s! Ihr könnt natürlich für relativ kleines Geld ein Nachtquartier kaufen (z.B: Baumarkt, Onlinehandel) oder selbst eines bauen. Die Anleitung dafür gibt's am Ende des Artikels. Diese Facts solltet ihr aber schon mal gehört haben. Und zwar:

Good to know: Hinweise Fledermauskasten

Fledermäuse brauchen einen windgeschützten und dunklen Unterschlupf. Besonders praktisch ist ein Holzkasten mit einem schmalen Spalt, wodurch die Tiere unten rein fliegen können.

Wichtig ist, dass der Kasten mindestens auf 3-5 Meter Höhe befestigt wird. Marder oder Katzen sollten nicht hinkommen können.

Im Wald ist es natürlich ideal oder in einem naturbelassenen Garten. Egal, wo ihr das Nachtquartier aufhängt, die Fledermäuse sollten einen freien Anflug haben. Große Hindernisse, Äste/Büsche oder Gebäude dürfen deshalb nicht im Weg sein. Wir Menschen wollen vor der Haustür ja auch keine Stolpersteine haben.

Und: Wir sitzen oder schlafen ungern in der prallen Sonne, im Windzug oder in der Kälte - oder? Den Fledermäusen geht das ähnlich. Sie haben ein besonderes Gespür für Luftfeuchtigkeit und Temperaturen. Beachte deshalb: Windschatten, keine direkte Sonneneinstrahlung auf dem Kasten, aber auch kein zu kalter Ort. Fledermäuse legen außerdem viel Wert auf eine ruhige Umgebung.

Anleitung: Fledermaus-Nachtquartier bauen

Wir geben euch hier von NABU eine passende Anleitung zum Selbstbauen, wenn ihr handwerkeln wollt.


👀 Quellen

Nabu
Stadt Köln
Bayern 1
Deutschlandfink Nova
NDR

von Tyra Webster