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Hand voller Einkaufstüten
2 min

Nein zu Black Friday: So überzeugst du deine Freund:innen!

Woher kommt der Black Friday?
  • USA
  • Südafrika
  • Kanada

Das genaue Datum hängt vom Jahr ab: Der Black Friday fällt immer auf den Freitag nach dem amerikanischen Feiertag Thanksgiving (also Ende November). Das Grundprinzip bleibt aber dasselbe. Black Friday ist DER Schnäppchentag, mit den besten Rabatten und Top Deals für jede Art von Produkten.

Der Black Friday ist auch für die Umwelt nicht gerade der coolste Tag. Wir haben eine Liste mit Argumenten, wie du dich und deine Freund:innen davon überzeugen kannst, an diesem Tag trotzdem stark zu bleiben!

Der Black Friday ist in unserer Konsumgesellschaft so etwas wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Die Deutschen gaben 2020 während Black Friday + Cyber Monday (auch ein Tag mit Sonderangeboten am darauffolgenden Montag) fast 6 Milliarden Euro aus.

Wenn du etwas wirklich brauchst und das am Black Friday billiger kaufen kannst, go for it. Aber wenn du einfach nur ein Schnäppchen machen willst, egal was, ist das weniger cool für die Erde.

Die Sonderangebote werden nämlich extra für diesen Tag produziert. Es werden natürliche Ressourcen verbraucht und mit umweltschädlichen Transportmitteln zu dir nach Hause (oder in die Geschäfte) gebracht. Die beste Lösung: Nur Dinge kaufen, die du auch wirklich brauchst und den eigenen Konsum immer hinterfragen.

Viele Waren → viel Onlineshopping → viele Lieferungen → extrem viel Verpackungsmüll

Beim Black Friday mitzumachen, sendet ein (indirektes) Signal an die großen Firmen: Sie können weiterhin massenhaft produzieren und ihre Preise verringern, weil die Produkte ja auch so gekauft werden.

Diese Art der Herstellung hat aber nicht nur ökologische, sondern auch soziale Folgen. Um die Produkte billig verkaufen zu können und gleichzeitig Gewinn zu machen, senken die Händler meist als erstes den Lohn und die Arbeitsbedingungen ihrer Arbeiter:innen. Alleine in der Modeindustrie verdienen 98% der Menschen, die Kleidung herstellen, kein faires Gehalt!

Kleine Geschäfte können ihre Preise am Black Friday nicht so stark senken wie große Konzerne. Sie haben in der Regel auch keine Online-Systeme oder die finanziellen Mittel für viel Werbung.

Das Ergebnis: Verbraucher:innen kaufen eher bei den großen Unternehmen ein als bei den kleineren Geschäften um die Ecke.

Surprise surprise: Manche Läden erhöhen ein paar Wochen vor dem Black Friday einfach ihre Verkaufspreise und lassen sie dann wieder auf den Normalwert sinken. Und wir sollen denken, das wäre ein Schnäppchen.

Die französische Verbraucherorganisation UFC-Que Choisir hat diese “irreführenden Geschäftspraktiken” 2020 aufgedeckt.

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🧐 Und jetzt?

  • Vermeide Neukäufe (wenn möglich), versuche stattdessen lieber zu leihen, zu reparieren, zu mieten...
  • Wenn du neue Sachen kaufst, achte so gut es geht auf die Qualität. Umweltsiegel können dir dabei helfen, nachhaltige Produkte zu finden.
  • Schicke eine E-Mail an Marken, um sie davon zu überzeugen, ihren Black Friday umweltbewusst und ethisch vertretbar zu gestalten. Alternativen dazu findest du hier.

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👀 Quellen

Ademe
Fashion Revolution
France Info
Forbes
Lowest Wage Challenge
Statista
Zero Waste

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Pauline Vallée
Nachbarin von Totoro