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Marmeladenglas voller Geldstücke, aus dem eine Pflanze wächst
3 min

Bio ist mir zu teuer! Ein nachhaltiger Lifestyle kann auch preiswert sein

"Bio ist viel zu teuer": Na, hast du diesen Satz auch schon gehört?
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Schauen wir uns erstmal an, was “umweltbewusst leben” und “Bio kaufen” bedeutet… ist das wirklich so viel teurer?

Der Preis ist für viele EU-Bürger:innen übrigens tatsächlich das Hauptargument, warum sie keine Bio-Produkte kaufen!

Aber: wir müssen einfach nur unsere Vorstellung von einem “umweltfreundlichen Lifestyle” ein bisschen anpassen, dann wird das Ganze auch schnell günstiger.

Klar ist, dass das Bio-Produkt oft mehr kostet als das Nicht-Bio-Produkt… Aber sich umweltbewusst zu ernähren bedeutet auch, weniger tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte oder Eier zu essen!

Und genau da sollten wir ansetzen! Die Fachzeitschrift The Lancet hat eine Studie zu dem Thema veröffentlicht. In den Ländern mit höherem Einkommen (vor allem Westeuropa) sehen die Kosten wie folgt aus:

  • Flexitarier:innen → 12% bis 14% weniger Kosten
  • Vegetarier:innen → 17% bis 22% weniger Kosten
  • Veganer:innen → 27% bis 34% weniger Kosten

Kleiner Hinweis dazu: Bei den Berechnungen geht es um Gerichte, die ohne Fleischersatzprodukte hergestellt werden. Dieses “Fake-Fleisch” ist nämlich nicht gerade billig und auch echt nicht notwendig für eine ausgewogene Ernährung!

Nachhaltig zu leben bedeutet auch, minimalistischer zu konsumieren, also auf unnötige oder überflüssige Dinge zu verzichten (oder sie zumindest zu reduzieren).

Zum Beispiel: Brauchst du wirklich schon wieder ein neues Smartphone, obwohl dein "altes" doch noch gut funktioniert? Oder diese neue Jeans, die du schon in drei anderen Farben hast? Und zack, ein weiterer vermiedener Kauf bedeutet für dich: Geld gespart (und das kannst du dann verwenden… für etwas viel Besseres)

Natürlich sind die vermeidbaren Käufe bei uns allen ganz unterschiedlich. Wichtig ist dabei nur, dir jedes mal die Frage zu stellen, ob du das wirklich brauchst. Und da kommen unsere Tipps ins Spiel:

5 Fragen, die du dir vor einem Kauf stellen solltest

Wie konsumieren wir besser, und vor allem weniger ?

“Licht aus!”, “Die Stromrechnung bezahlt sich von selbst, oder was?” oder so ähnlich: Hast du dir doch sicher auch schon mal anhören müssen.

Aber stimmt ja auch. Licht ausschalten spart nicht nur Energie… sondern auch Geld.

Gilt natürlich auch für die Heizung, den Wasserhahn… Hier ein paar Tipps, wie du nicht nur deinen Geldbeutel, sondern auch den Planeten unterstützen kannst:

  • Stell die Temperatur tagsüber auf 19°C bis 21°C und nachts auf 17°C. (Und hol dir einen Pulli oder eine Extra-Decke, wenn dir kalt wird)

  • Begrenze deinen Wasserboiler auf eine Maximal-Temperatur zwischen 55°C und 60°C.

  • Wenn du ganz weg bist, einfach ausstellen.

  • Steige auf Mischbatterien/Wassersparhähne um.

  • Dichte deine Türe mit einem Zugluftstopper ab, um Luftströme zu vermeiden.

Öffis fahren ist einfach zu teuer? Kleiner Disclaimer, bevor es zu Missverständnissen kommt: Klar, uns ist bewusst, dass es immer darauf ankommt, wo man wohnt! Für den Weg zur Arbeit gibt es in vielen Kleinstädten und auf dem Dorf fast keine Alternative zum Auto. Ändert aber nichts daran, dass es möglich ist, mit dem Bahnticket Geld zu sparen!

Laut Berechnungen des Umweltbundesamts kostet jeder gefahrene Kilometer mit dem Auto zwischen 30 ct und 40 ct (inkl. Versicherung, Betrieb, Wartung, Steuer, Werteverlust) → bei 15.000 Kilometern im Jahr wären das z.B. bei einem Auto in der Golfklasse bis zu 500 €/Monat.

Im Vergleich dazu kostet ein Jahresticket für den ÖPNV durchschnittlich nur 70 bis 80 €/Monat.

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👀 Quellen

Agence Bio
ADEME (Minimalismus)
UNEP
ADEME (Heizkosten)
ADEME (Mobilität)
Umweltbundesamt

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Esther Meunier
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