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Ein Tannenbaum
3 min

So findest du einen umweltfreundlichen Weihnachtsbaum

Du bist...
  • Team echter Tannenbaum (oh, dieser Duft)
  • Team wiederverwendbarer Tannenbaum (mega praktisch)
  • Team NO Tannenbaum

Ganz egal, wie deine Antwort lautet, hier haben wir für dich Argumente, wie du deine Familie und Freund:innen überzeugen kannst, nicht einfach irgendeinen Weihnachtsbaum zu kaufen.

Unsere Tannenbäume werden nicht auf der anderen Seite der Erde gefällt. Der Großteil wird hier in Deutschland angepflanzt. Die Bäume wachsen etwa zehn Jahre lang, bevor sie gefällt werden können. An der gleichen Stelle wird dann wieder ein neuer Baum gepflanzt und das immer so weiter.

Also doch alles in Ordnung mit den Tannenbäumen? Naja, nicht ganz. Dein Baum ist vielleicht nicht für die Abholzung verantwortlich, er ist aber sicher in einer Monokultur (Nutzung einer einzigen Pflanzenart) herangewachsen → das ist nicht so nice für die Artenvielfalt.

Und dass er so schön aussieht, ist kein Weihnachtswunder: Der Baum wurde sicher mit Pestiziden behandelt und hat Mittel für ein schnelleres Wachstum bekommen.

Der Co2-Fußabdruck eines Plastikbaumes ist…
  • 2 Mal so hoch, wie der eines echten Baums
  • 5 Mal so hoch, wie der eines echten Baums
  • 7 Mal so hoch, wie der eines echten Baums

Fake-Tannenbäume sollten also keine Option für uns sein. Plastikbäume werden oft in China aus umweltschädlichen und nicht recycelbaren Materialien hergestellt.

Um diese Umweltbelastung auszugleichen, müsstest du den Baum also mindestens 20 Jahre behalten! Wäre möglich, aber ist das auch realistisch?

Negatives Shoutout vor allem an alle, die den Baum schon direkt am 26. Dezember wieder wegwerfen.

Fast 30 Millionen Weihnachtsbäume werden jedes Jahr in Deutschland verkauft. Wenn die Feiertage vorbei sind, sollte man den Baum lieber an Sammelstellen abgeben, anstatt sie auf die Mülldeponie zu bringen. Bei den Sammelstellen werden sie kompostiert oder z.B. zu Mulch verarbeitet.

Plastikbäume oder echte Tannen, die mit Kunstschnee bedeckt sind, können übrigens nicht recycelt werden. Ist also besser, sich für einen 100% natürlichen Baum zu entscheiden.

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🧐 Und jetzt?

Ok ok, wir haben verstanden. Nicht einfach irgendeinen Baum kaufen, der nach ein paar Tagen weggeworfen wird! Aber, was können wir stattdessen tun?

  • Anstatt einen Weihnachtsbaum zu kaufen, kannst du dir auch ganz einfach einen mieten. Das Prinzip → Der Baum wird dir im Topf geliefert, du kannst ihn so lange nutzen, wie du willst, danach wird er wieder abgeholt. Clever, oder?

  • Falls du deinen Baum doch nicht mehr gehen lassen willst, kannst du deine Tanne danach auch kostenfrei behalten. Lass ihn einfach ein paar Jahre lang im Topf weiter wachsen und wenn er zu groß wird, pflanzt du ihn wieder im Wald ein.

  • Lust auf etwas Ausgefallenes? Wie wäre es mit einem Weihnachtsbaum aus Holz? Sieht nicht nur hübsch aus, sondern ist auch umweltfreundlicher und kann wiederverwendet werden. Um ganz sicherzugehen, dass das verwendete Holz auch nachhaltig und ökologisch vertretbar ist, schau auf jeden Fall nach dem FSC- oder PEFC-Siegel (= aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern).

  • Und hier für alle, die ihren Weihnachtsbaum ganz individuell gestalten wollen! Bastel dir deinen eigenen “Tannenbaum” aus Holzstücken, Ästen, Büchern, einer Leiter… Oder wickel einfach ein paar Girlanden um deine Zimmerpflanze (warum sollte deine Monstera weniger weihnachtlich sein, als eine Tanne?).

  • Wenn du auf keinen Fall auf deinen traditionellen Tannenbaum verzichten willst, dann schau doch mal nach Bio-Weihnachtsbäumen. Die Siegel Bioland, Naturland, Demeter, das EU-Biosiegel und das FSC Zertifikat sollten dir dabei auf jeden Fall helfen.

  • Und wenn du bereits einen Plastikbaum zuhause hast (no shame, passiert auch den Besten), versuche ihn so lange wie möglich zu behalten - am besten natürlich mindesten 20 Jahre.

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👀 Quellen

Ademe
The Guardian
Le Monde
New York Times
Patrimoine du Morvan
Reporterre
Télérama
Umweltbundesamt
Verbraucherzentrale

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Pauline Vallée
Nachbarin von Totoro
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Julia Paasch