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Hände, Plastikverpackungen, Kaffeebecher, Plastiktüte, Dose
5 min

8 Alternativen für Einwegverpackungen aus Plastik

Verpackungen machen…
  • 0,4% des verwendeten Plastiks aus.
  • 4% des verwendeten Plastiks aus.
  • 40% des verwendeten Plastiks aus.

1. Keine Verpackung

So simpel wie effektiv. Denn mal ganz ehrlich, warum sollte man Dinge, die es absolut nicht nötig haben, mit Schichten und Schichten aus Plastik versehen? Zum Beispiel bei Obst und Gemüse: Der Großteil ist bereits durch eine dicke Schale geschützt (also etwas 100 % Natürliches), die sich vor dem Verzehr easy entfernen lässt.

Bestes Beispiel:
  • Bananen
  • Orangen
  • Avocados

Empfindlichere Produkte können in kleinen, wiederverwendbaren Baumwollbeuteln transportiert werden. Es gibt also wirklich keinen einzigen Grund mehr, Obst und Gemüse weiterhin in Plastik zu verpacken!

2. Wiederverwendbare Verpackungen

Das ist das das Prinzip von Pfand. Dieses gar nicht mal so neue System (frag deine Großeltern!) besteht darin, dass du einen Gegenstand mit einem festen Behälter kaufst und dafür etwas mehr bezahlst. Ist der Behälter leer, bringst du ihn zurück und bekommst die Differenz zurück.

Das kann man auf viele Dinge anwenden: Du kennst sicher die Mehrwegbecher, die du einfach wieder abgibst, wenn du deinen Kaffee ausgetrunken hast. Aber auch Restaurants bieten Take-away in Pfandtupperware an und Firmen verschicken ihre Pakete in wiederverwendbaren Taschen, die du an den Absender zurückschicken kannst.

3. Verpackungen aus Glas

Glas mag schwer und zerbrechlich erscheinen, ist dafür aber endlos recycelbar und somit eine interessante Alternative zu Plastik.

Wie viel Prozent des Glasmülls in Frankreich wird derzeit recycelt?
  • 35%
  • 55%
  • 85%

4. Verpackungen aus Holz oder Papier

Holz und Papier sind natürliche und recycelbare Materialien, die günstiger sind als Plastik. Aber Achtung:

  • "Recycelbar" ist nicht gleichbedeutend mit "recycelt" → Etwa 40 % der Papierabfälle werden in Frankreich zum Beispiel gar nicht recycelt.
  • Alternativen aus Holz oder Bambus werden nicht selten am anderen Ende der Welt produziert und verschickt… und zwar in Plastiktüten.
  • Dein ToGo-Becher aus Pappe ist recycelbar, denn er ist ja aus Papier, stimmt’s? Falsch gedacht: Sehr oft ist das Innere mit einer Plastikfolie überzogen, damit die Flüssigkeit nicht durchweicht.

5. Von der Natur inspirierte Verpackungen

Die Natur macht ihr Ding und zwar in der Regel mit Erfolg. Warum sollte man sich also nicht von ihr inspirieren lassen? Ein Forscherteam der Universität Cambridge hat sich zum Ziel gesetzt, ein neues Material zu entwickeln, das genauso stark wie Kunststoff ist, aber aus pflanzlichen Proteinen hergestellt wird und die Struktur von Spinnenseide imitiert (das Material, aus dem Spinnen ihre Netze weben).

Ein weiteres einfaches Beispiel: Ein thailändischer Supermarkt hat 2019 beschlossen, einige frische Obst- und Gemüsesorten in Bananenblättern zu verpacken.

6. Essbare Verpackungen

Nein nein, das ist kein Witz. Es gibt z. B. essbare Becher aus Hafer und Weizenmehl oder sogar essbare Wassertropfen (ja, du hast richtig gelesen) mit einer Membran aus Algen. Außerdem gibt es Strohhalme aus Zucker und Maisstärke oder aus Nudelteig.

Hast du Bock, mal zu probieren?
  • Ja, voll!!
  • Naja…

Der Vorteil: Es ist ganz witzig und funktioniert.

Der Nachteil: Es ist eine Nischenlösung, die sich bisher nur schwer in größerem Rahmen umsetzen lässt.

7. Praktische Verpackungen

Wie du vielleicht schon gemerkt hast, besteht eines der größten Probleme mit herkömmlichen Plastikverpackungen darin, dass sie nach dem ersten mal benutzen auf direktem Weg in den Müll wandern. Es lohnt sich also, nützliche Verpackungen zu entwerfen, die man aufheben und wiederverwenden kann!

Es gibt zum Beispiel Flaschen aus fester Seife, die Duschgel enthalten. Wenn du dieses aufgebraucht hast, kannst du die Verpackung also einfach zum Händewaschen benutzen. (Also wenn das nicht praktisch ist!)

8. Unsichtbare Verpackungen

Bitte was? Wie geht das denn? Man spricht von einer antimikrobiellen Beschichtung, die auf Lebensmittel gesprüht wird → Das wurde kürzlich von einem Forscher:innen-Team der Harvard John A. Paulson School of Engineering and Applied Sciences und der Harvard TH Chan School of Public Health an Avocados getestet.

Ihre biologisch abbaubare "Verpackung" (die auf natürliche Weise von Mikroorganismen zersetzt werden kann) schützte die Test-Avocados vor einer Kontamination durch Mikroben und hielt sie darüber hinaus länger frisch.

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Wie wirkt sich Plastik auf die Ozean aus?

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👀 Quellen

Interview mit Diane Beaumenay-Joannet, von der Surfrider Foundation Europe
Surfrider Foundation Europe
The Guardian
Forbes
University of Cambridge
The Harvard Gazette

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Pauline Vallée
Nachbarin von Totoro