Mann klettert auf Berg
5 min

Abenteuerlust? 5 Ideen für ein Mikroabenteuer!

Hast du schonmal ein Mikroabenteuer gemacht?
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Du weißt nicht so ganz, was das eigentlich ist? Ein Mikroabenteuer ist ein Roadtrip:

  • von kurzer Dauer (ein halber Tag/ein Wochenende)

  • in der Nähe von zu Hause (keine Autos, kein Flugzeuge, Zug ist OK)

  • für jede:n zugänglich (man muss nicht Mike Horn sein oder erst super teure Ausrüstung kaufen)

  • günstig (In der Natur spazieren gehen oder in einem See baden ist kostenlos. Wenn du nicht gerne im Freien schläfst, kannst du ein Ferienhaus buchen oder bei jemandem übernachten.)

  • nachhaltig (zu Fuß gehen und umweltfreundliche Transportmittel benutzen + lokal konsumieren und möglichst keinen Abfall produzieren)

Im Grunde genommen ist ein Mikroabenteuer die Kombination aus einer Flucht ins Grüne und einem einfachen Lebensstil, um sich wieder mit der Natur zu verbinden. Hast du Bock? Hier sind 5 Ideen, um diesen Sommer loszulegen:


Der Klassiker: Eine (nicht allzu herausfordernde) Wanderung

Einen ganzen Nachmittag oder Tag lang in der Natur wandern gehen → damit solltest du vielleicht anfangen. Das Wichtigste: Sag dir nicht, "Ich kann nicht wandern, also mache ich es auch nicht"! Du brauchst keine Superfitness oder viel Erfahrung, um raus in die Natur zu gehen und die Umgebung zu erkunden!

Pass dich einfach an deine Bedürfnisse an. Für den Anfang kann das zum Beispiel Folgendes sein:

  • 10 km spazieren gehen
  • Von deiner Stadt in die nächstgelegene wandern (dann kannst du mit dem Zug zurückfahren)
  • Das Fleckchen grün bei dir um die Ecke erkunden

Je mehr du übst, desto mehr Vertrauen gewinnst du, um dich für deine nächsten Ausflüge zu challengen.

Apps wie Visorando oder Alltrails können dir helfen, die richtige Route zu entdecken! Es geht aber darum, wieder Zugang zur Natur zu finden, also lass dein Handy lieber Zu Hause oder in der Tasche.

Bevor du dich auf den Weg machst, solltest du einiges beachten: Du solltest (ungefähr) wissen, wohin du gehst. Sei außerdem warm genug gekleidet und nehme unbedingt ausreichend Wasser und etwas zum Knabbern mit.


Die sportliche Variante: Probiere es mit Radfahren, Kanufahren oder sogar Paragliding!

Ein Mikroabenteuer kann durchaus sportlich sein: Eine Fahrradtour organisieren, mit dem Kanu einen Fluss hinunterfahren oder sogar reiten → all diese Aktivitäten haben den Vorteil, dass du dich von A nach B bewegst + eine Menge Kalorien verbrennst Du kannst dich auch im Klettern, Schwimmen und sogar im Paragliding versuchen! Das Wichtigste: Eine Aktivität an der frischen Luft und eine Auszeit vom Alltag.

  • Zum Kanufahren → In NRW eignen sich vor allem die Sieg und die Rur für eine Kanutour. Du kannst ein aufblasbares Modell kaufen (für die Wanderung) oder am Abfahrtsort ein Kajak mieten. Ist auch je nachdem wo gar nicht teuer.

  • Hast du schon einmal von Klettersteigen gehört? Das sind Kletterrouten, die für unerfahrene Kletter:innen geeignet sind. Auf den passenden Seiten findest du die passende Route zum Klettersteigen in deiner Umgebung!

  • Hast du Lust, mal Paragliding zu probieren? Paragliding-Deutschland kann dir helfen, einen passenden Ort dafür zu finden.

  • Wie sieht es mit Radfahren aus? Schau einfach mal bei bikemap vorbei.


Das Sommerprogramm: Ein Nachtlager am Seeufer

Im Sommer ist es heiß. Und niemand würde zu einem spontanen Bad im Meer nein sagen! Anstatt es aber wie alle anderen zu machen und am Strand anzugeben, kannst du auch ein ganzes Wochenende an einem Fluss oder See in deiner Nähe verbringen! Bonus: Kein Sand/Salz klebt auf deiner Haut, wenn du aus dem Wasser kommst und vielleicht findet ihr ja auch ein bisschen private Space, wo ihr für euch seid.

  • Für den Abend kannst du ein Zelt, eine Daunendecke und eine Daunenjacke einpacken, damit du es schön warm hast. Vor allem vermeidest du so Waldbrände! Das ist vielleicht nicht ganz so flairig, aber verringert die Brandgefahr → Verwende eine elektrische Lampe als Lichtquelle und bereite dein Essen lieber auf einem Campingkocher zu, statt am offenen Feuer.

  • Der Sinn eines Mikroabenteuers ist es, Spaß zu haben und gleichzeitig auf die Umwelt zu achten. Überprüfe also immer und überall, dass du keinen Müll liegen gelassen hast.


Für alle Feinschmecker:innen: Geh in den Wald und sammle Leckereien

Wir bedienen uns nicht sehr oft daran, aber der Wald ist ein echtes Schlaraffenland! Pilze, Früchte, Beeren - es ist mal was anderes, sich von dem zu ernähren, was man auf dem Weg (und nicht im Supermarkt) gefunden hat! Die Idee ist also, sich auf ein "kulinarisches" Mikroabenteuer zu begeben: Während eines Spaziergangs, eines Tagesausflugs oder eines Wochenendtrips kannst du entdecken, was die Natur so auf der Speisekarte zu bieten hat. Es ist möglich, deine Mahlzeiten ausschließlich mit dem zuzubereiten, was du findest! Je nach Ort und Jahreszeit kannst du viele verschiedene und mehr oder weniger seltene Produkte finden.

  • Wenn du dir nicht sicher bist, ob etwas essbar ist: Dann lass es! Im besten Fall verbringst du einen Großteil deines Mikroabenteuers dann hockend hinter einem Busch, im schlimmsten Fall musst du ins Krankenhaus (schöne Ferien!).

  • Um herauszufinden, was essbar ist, helfen dir Apps wie Pilzator oder Seek by Inaturalist.


Das Ausgefallene: Unter freiem Himmel spazieren gehen oder schlafen

Für die ganz Mutigen gibt es auch die nächtliche Erkundung. Kein Grund zur Panik, in Wirklichkeit ist es ganz einfach: Du musst dir nur ein Plätzchen in der Natur nicht weit von deinem Zuhause aussuchen und dich trauen, die Nacht draußen zu verbringen (ohne Zelt, sonst ist es nicht unter freiem Himmel!) Wir versprechen dir keinen ultra-erholsamen Schlaf, aber zumindest hast du dann bewiesen, dass es mehr braucht, um dir Angst zu machen!

  • Bevor es losgeht, solltest du zwei Dinge unbedingt beachten:

Das Wetter → Ist es kalt? Ist der Himmel klar, damit man den Mond/die Sterne sehen kann?

Die Sicherheit → Habe ich daran gedacht, eine Stirnlampe mitzunehmen? Und eine reflektierende Weste, damit ich im Fall der Fälle gesehen werde?

Denke bei der Wahl deines Schlafsacks daran, die Gebrauchstemperatur zu überprüfen → Achte dabei auf die angegebene "Komfort"-Temperatur, um sicherzugehen, dass du es warm genug hast und dich nicht in Gefahr bringst.

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😎 Du willst noch mehr wissen?

  • Helloways → Wie sieht deine nächste Wanderung aus?

  • Lass dich nicht von Reisebüros verführen, die Mikroabenteuer kommerzialisieren wollen. Die eigene Route abstecken, improvisieren und unbekannte Orte entdecken → das ist Mikroabenteuer! Die beste Erfahrung machst du auf eigene Faust!

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👀 Quellen

Interview mit Thomas Firh, Mitgründer von Les Others
GEO - La micro-aventure, une nouvelle façon de voyager ?

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Nicolas Quénard
The Lizard King