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  • KONTEXT 😎 Darum ist Fleisch mies für die Umwelt

    Wie oft isst du Fleisch?
    • Täglich 🥩🥩🥩
    • Schon regelmäßig 🥩🥩🥬
    • Nur ganz selten 🥩🥬🥬
    • Nie 🥬🥬🥬
    • Der weltweite Fleischkonsum hat sich innerhalb der letzten 20 Jahren verdoppelt.
    • Dieser Wert könnte bis 2028 nochmal um 13% ansteigen, nicht nur, weil die Weltbevölkerung wächst, sondern auch, weil unser Lebensstandard weiter steigt und wir dadurch mehr Fleisch essen.

    Also mal wieder schlechte Neuigkeiten für unseren Planeten? Das erfahrt ihr jetzt.


    Einfluss auf das Klima

    Die Viehzucht ist verantwortlich für:
    • 4,5% der weltweiten Treibhausgase
    • 14,5% der weltweiten Treibhausgase
    • 45% der weltweiten Treibhausgase

    Fleisch, besonders rotes Fleisch, gilt als das umweltschädlichste Produkt auf dem Lebensmittelmarkt:

    • Mehr als die Hälfte aller Treibhausgase des Nahrungsmittelsektors entstehen durch die Produktion von Fleisch.
    • Dabei fallen nur 18% der weltweit konsumierten Kalorien auf Fleisch zurück.

    Mit anderen Worten: Obwohl die Viehzucht für einen großen Teil unserer Treibhausgase verantwortlich ist, landet im Endeffekt nur relativ wenig auf unseren Tellern. Aber wie passt das zusammen?

    • Die Tiere müssen untergebracht und gefüttert werden. Das verbraucht Platz und wertvolle Ressourcen → 1/4 der Landfläche* wird als Weideland genutzt, zudem wird 1/3 aller Felder zum Anbau von Viehfutter gebraucht.

    Jährlich werden 13 Millionen Hektar Wald (= Größe Griechenlands) in Weideland oder Felder umgewandelt. Durch die Abholzung wird der in den Baumstämmen gespeicherte Kohlenstoff freigesetzt, was zu weiteren Co2-Emissionen führt.

    • Wiederkäuer 🐮🐑🐐 setzen bei ihrer Verdauung Methan frei, ein Treibhausgas, das 34-mal schädlicher ist, als Co2 (ja genau, wir sprechen von Fürzen und Rülpsern).

    Wiederkäuer brauchen zudem große Mengen an Gras, um satt zu werden. Die Landwirte setzen daher häufig Stickstoffdünger auf ihren Feldern ein, um das Graswachstum zu fördern. Bei der Herstellung und Nutzung dieser Düngemittel entstehen jedoch noch mehr umweltbelastende Treibhausgase, wie Co2 und Lachgas.

    Einfluss auf die Umwelt

    • Die Umwandlung von Wäldern in Weide- und Ackerland führt nicht nur zum Anstieg der Treibhausgasemissionen! Das ganze zerstört auch Ökosysteme und deren biologische Vielfalt.
    • Es ist aber nicht immer ganz so schlimm: Tierhaltung geht auch anders. Unter bestimmten Voraussetzungen (Pflanzenvielfalt, Hecken, Verzicht auf Dünger und Pestizide) und klimatischen Bedingungen, kann eine Weide eine Vielzahl an Tieren gleichzeitig ernähren. 🐰🦋

    50 Shades of Auswirkungen

    • Die Auswirkungen auf Umwelt und Klima sind von Tier zu Tier unterschiedlich. Rinder halten und Rindfleisch produzieren ist am umweltschädlichsten: Allein 8,5 % der weltweiten Co2-Emissionen entfallen darauf.
    Grafik mit vier unterschiedliche Tierarten (Rind, Schaf, Schwein, Huhn) und deren Co2-Verbrauch pro Kilogramm Fleisch

    1 kg Co2 = 5 Km mit dem Auto

    • Die Auswirkungen hängen außerdem von den Produktionsländern und deren Anbaumethoden ab. Und von der umgewandelten Fläche, der Menge an verwendetem Dünger, dem Umgang mit den Tieren, und, und, und….

    Rindfleisch, das auf “verantwortungsbewusste” Art produziert wurde, kann also weniger umweltschädlich sein, als die gleiche Menge an Huhn! 🐮 < 🐔

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    🥜 In a nutshell

    Massentierhaltung ist also sowohl 👎 für das Klima ALS AUCH für die biologische Vielfalt.

    Fleisch an sich ist wegen seines Co2-Outputs mies für die Umwelt. Das Haupt-Problem liegt aber in der Art und Weise, wie es produziert wird und an unserem Überkonsum.

    🧐 Und jetzt?

    • Umstellung der Anbaumethoden

    Es gibt zahlreiche Lösungsansätze, um die Auswirkungen der Massentierhaltung auf die Umwelt zu reduzieren, von den offensichtlichsten, bis hin zu wirklich crazy Vorschlägen: bessere Verteilung von Gülle, mehr Hecken auf den Weiden, um Co2 zu speichern, Tierarten zur Fleischproduktion auswählen, die weniger Methan produzieren, Kühe mit Algen oder Proteinen füttern... 😳

    Das Problem ist, dass viele dieser Vorschläge nicht in allen Ländern umsetzbar sind.

    • Weniger Fleisch zu essen bedeutet weniger Fleisch zu produzieren, ist eigentlich ganz easy 🤷

    Diese Grafik zeigt, welche Menge an Treibhausgasen bis 2050 vermieden werden könnte, wenn wir als Menschheit unsere Ernährungsweise umstellen würden. 1 Einheit entspricht einer Milliarden Tonnen Co2-Einsparung pro Jahr.

    Tabelle mit prozentualem Anteil der Bevölkerung in Bezug auf verschiedene Ernährungsformen

    → Die Entscheidung, weniger Fleisch zu essen, wirkt sich positiv auf den Planeten aus!

    Schonmal darüber nachgedacht, einen Veggie-Day in der Woche zu machen (z.B. jeden Montag vegetarisch essen)? Damit wäre schonmal der erste Schritt in Richtung umweltbewusste Ernährung geschafft 💪

    • Kauf weniger, dafür aber besser.

    Mit anderen Worten: Informiere dich, wo und wie dein Fleisch produziert wurde. Im Idealfall kommt das Tier aus deinem Land und wurde mit Futter aus lokalem Anbau ernährt. Nicht immer einfach, das zu überprüfen… Ein erster Schritt ist meistens nach BIO-Siegeln zu schauen. Da gibts bestimmte Auflagen für den Tierschutz und die Ernährung der Tiere.

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    🔍 Was bedeutet...

    Landfläche: Oberfläche, die nicht von Eis oder Wasser bedeckt ist

    👀 Quellen

    🐳 Von Pauline Vallée